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Dr. med. Florian Bosse

Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Schmerzmedizin · Göttingen

Privatpraxis fürintegrative Schmerztherapie

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Drei Erfahrungen, die fast jeder Mensch mit chronischem Schmerz irgendwann macht – und die oft der eigentliche Grund sind, warum sich nichts ändert.

Die Befunde sind unauffällig.

MRT, Blutbild, Röntgen – alles im Normbereich. Und trotzdem ist der Schmerz da, jeden Tag. Das macht ihn nicht weniger real. Es bedeutet nur, dass die Antwort woanders liegt als im Bildgebungsbefund.

Sie waren schon bei vielen Fachärzten.

Orthopädie, Neurologie, vielleicht Rheumatologie – jede Station hat ihren eigenen Ausschnitt betrachtet. Was oft fehlt, ist der Blick auf das Ganze: wie Körper, Nervensystem und Lebensumstände zusammenhängen.

Dieses Gefühl täuscht Sie nicht.

Es gibt tatsächlich Ansätze jenseits der Standardbehandlung – fundiert, nachvollziehbar, und genau darauf ist diese Praxis spezialisiert.

Bei aller Tiefe, die ich der neurobiologischen und psychologischen Dimension von Schmerz hier widme, ist das nur eine Seite meiner Arbeit. Selbstverständlich behandle ich auch schulmedizinisch – nach aktuellem wissenschaftlichem Stand und den Leitlinien der Fachgesellschaften. Beides gehört für mich untrennbar zusammen.

Neurobiologische Grundlagen

Wenn hier die Veränderungsprozesse im zentralen Nervensystem in den Fokus genommen werden: Die von der Hirnforschung längst bestätigte Tatsache, dass Schmerz "im Kopf" entsteht, bedeutet NICHT, dass Sie ihn sich einbilden, dass er "nicht real" ist, oder dass mit Ihnen etwas "nicht stimmt". Ausführliche Erläuterungen dazu liefere ich auf meinem YouTube-Kanal.

Neuroplastizität

Unser Nervensystem ist kein starres Kabelnetz, sondern formbar – ein Leben lang. Schmerzbahnen, die sich über Monate oder Jahre eingeschliffen haben, können sich genauso gut wieder zurückbilden, wie sie entstanden sind. Diese Lernfähigkeit des Nervensystems ist die wissenschaftliche Grundlage dafür, dass auch langjähriger Schmerz veränderbar bleibt.

Noziplastischer Schmerz

Manchmal sendet das Nervensystem Schmerzsignale, obwohl im Gewebe längst nichts mehr zu finden ist, was sie auslösen müsste. Diese Form veränderter Schmerzverarbeitung hat einen eigenen Namen und eigene Behandlungsansätze – unabhängig von Verletzung oder Entzündung.

Therapeutische Ansätze

Hypnosystemischer Ansatz

Statt nach dem "Defekt" zu suchen, fragt dieser Ansatz: Welche Fähigkeiten, Erfahrungen und inneren Ressourcen bringen Sie bereits mit? In tranceähnlichen Zuständen lassen sich diese oft leichter zugänglich machen als im angestrengten Nachdenken – eingebettet in Ihre persönliche Lebensgeschichte und Ihre Beziehungen.

Hypnotherapeutischer Ansatz

Gezielte Trance-Techniken können direkt darauf einwirken, wie Schmerz im Gehirn verarbeitet und erlebt wird. Viele Menschen sind überrascht, wie deutlich sich Intensität und Charakter eines Schmerzes allein durch Vorstellungskraft und gelenkte Aufmerksamkeit verändern lassen.

Den Schmerz-Alarm neu kalibrieren

Manchmal bleibt der Schmerz-Alarm aktiv, obwohl längst keine Gefahr mehr besteht – wie ein Rauchmelder, der noch piept, obwohl sich der Rauch längst verzogen hat. Ein strukturiertes Vorgehen hilft dabei, dem Gehirn neu zu vermitteln, dass bestimmte Bewegungen und Körperempfindungen sicher sind – ein wissenschaftlich untersuchter Ansatz mit teils erstaunlichen Ergebnissen bei genau dieser Schmerzform.

Wenn Gefühle den Schmerz mitgestalten

Nicht ausgedrückte Gefühle – unterdrückter Ärger, ungelöste Konflikte, altes, ungesagtes Leid – können das Nervensystem dauerhaft in Alarmbereitschaft halten und Schmerz verstärken. Ein Ansatz, der diese Gefühle behutsam zugänglich macht und ihnen Raum zum Ausdruck gibt, zeigt in Studien bei genau dieser Schmerzform oft überraschend deutliche Effekte.

Achtsamkeit

Aufmerksamkeit lässt sich trainieren – auch im Umgang mit Schmerz. Achtsamkeitsbasierte Übungen verändern nachweislich, wie das Gehirn Schmerzsignale bewertet und reguliert, und fließen direkt in unsere Sprechstunde mit ein. Wer tiefer einsteigen möchte: Ich biete auch eigene MBSR-Kurse an – ein wissenschaftlich fundiertes 8-Wochen-Programm.

Dr. med. Florian Bosse, Facharzt für Anästhesiologie und Spezielle Schmerzmedizin

Über mich

Ich bin Facharzt für Anästhesiologie mit der Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerzmedizin. In all den Jahren klinischer Arbeit hat sich eine Überzeugung gefestigt: Chronischer Schmerz lässt sich selten mit einer einzelnen Methode erklären – und noch seltener mit einer einzelnen Methode behandeln.

Deshalb verbinde ich fundierte schulmedizinische Diagnostik mit einem Verständnis von Schmerz, das Nervensystem, Psyche und Lebensumstände gleichermaßen einbezieht. Mein Ziel: Ihnen die Zeit und Aufmerksamkeit zu geben, die in einer kurzen Kassensprechstunde oft fehlt.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Komplexe Schmerzerkrankungen lassen sich selten von einer einzelnen Fachrichtung allein behandeln. Ich arbeite daher eng zusammen mit:

Die Behandlung orientiert sich an den aktuellen interdisziplinären Empfehlungen der Schmerzgesellschaften.

Behandlungsspektrum

Ich behandle das gesamte Spektrum chronischer Schmerzerkrankungen – von Rückenschmerzen und muskuloskelettalen Schmerzsyndromen über neuropathische Schmerzen und Fibromyalgie bis zu komplexen, multifaktoriellen Schmerzbildern, bei denen mehrere Mechanismen ineinandergreifen.

Für wen ist diese Sprechstunde gedacht?

Die Privatsprechstunde richtet sich an Privatpatientinnen und -patienten sowie Selbstzahlerinnen und Selbstzahler, die eine ausführliche, individuell auf sie zugeschnittene schmerzmedizinische Begleitung suchen. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Häufige Fragen

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Die Privatsprechstunde richtet sich an Privatpatientinnen und -patienten sowie Selbstzahlerinnen und Selbstzahler. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); bei Privatversicherten ist in der Regel eine Erstattung möglich – bitte klären Sie dies vorab mit Ihrer Versicherung.

Brauche ich eine Überweisung?

Nein, für die Privatsprechstunde benötigen Sie keine Überweisung. Sie können sich direkt für einen Termin anmelden.

Wie läuft der erste Termin ab?

Vor dem Erstgespräch erhalten Sie einen Fragebogen, den Sie bequem zu Hause ausfüllen – so kann ich mich gezielt auf Ihre Situation vorbereiten. Für den Ersttermin selbst plane ich rund 1,5 Stunden ein: Ich nehme mir ausführlich Zeit für Ihre Krankengeschichte, eine gründliche Untersuchung und Ihre aktuelle Situation. Gemeinsam besprechen wir den Befund und erarbeiten einen Therapieplan – alle weiteren Schritte stimmen wir danach individuell ab.

Kontakt & Praxisadresse

Schiefer Weg 6e · 37073 Göttingen

Telefon: 0163 / 660 52 26

E-Mail: dr.florianbosse@posteo.de

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